Angriff ist die beste Verteidigung
Reputationsmanagement als Überlebensstrategie

05.02.2020
Lesezeit ~ 12 Minuten

“Nicht die stärksten oder intelligentesten Spezies werden überleben, sondern diejenigen, die sich am schnellsten anpassen.”

Charles Darwin

Jedes Unternehmen kann davon ausgehen, dass sich potenzielle Arbeitnehmer im Internet über das Unternehmen informieren. Ob über die Website oder die sozialen Medien. Macht euch nichts vor, jeder Tweet, Post oder Kommentar kann gegen euch verwendet werden. Also achtet aufmerksam darauf, wie ihr euch präsentiert.

Seit dem sich das soziale Leben in digitale Kanäle wie LinkedIn, TikTok und Instagram verlagert hat wird es für Unternehmen überlebenswichtig, das eigene Arbeitgeberimage aktiv zu managen. 

Um euch im Dschungel der verschiedenen Kanäle einen Durchblick zu verschaffen, habe ich euch sechs Überlebenstipps zusammengestellt:


1. Auf der Fährte eurer Zielgruppe

Es reicht nicht nur aus, auf den renommierten Business- und Social-Netzwerken wie LinkedIn, Facebook oder Xing vertreten zu sein. Macht euch an dem Ort eurer Zielgruppe erlebbar. Wenn ihr der König des Digital-Dschungels sein wollt, müsst ihr dezent und anmutig kommunizieren. Alle Maßnahmen die offensiv werblich oder aufdringlich auftreten, werden von Adblockern gefangen oder verfehlen ihre Zielgruppe.

Bietet euer Zielgruppe genau die Inhalte, die sie sehen wollen und orientiert euch dabei an eurer Strategie und Unternehmensphilosophie. Verfolgt Veränderungen in den Verhaltensweisen eurer Zielgruppe aufmerksam und passt eure Kommunikation daran an. 

Achtet dennoch darauf ein einheitliches Erscheinungsbild auf den Kanälen zu schaffen, auf denen euer Unternehmen vertreten ist. Das sorgt für einen glaubwürdigen Auftritt eures Unternehmens.


2. Und Action!

Nutzt Imagefilme, um Einblicke in die Aufgabenbereich und Tätigkeiten eures Unternehmens zu geben. Achtet darauf eure Mitarbeiter nicht zu stark zu inszenieren, schafft Freiräume und gebt die Möglichkeit auch private Seiten zu zeigen. Der Zuschauer soll sich mit eurem Mitarbeiter identifizieren. 

Die Filme lassen sich auf der Unternehmenswebseite oder Video-Plattformen, wie z. B. YouTube oder Vimeo, platzieren und eignen sich hervorragend, um einen Einblick hinter die Kulissen zu geben.


3. Seid ihr mobil?

Im Jahr 2019 betrug der Anteil der Seitenaufrufe mobiler Endgeräter in Europa mit 46,18 %. Nahezu die Hälfte aller Seitenaufrufe! Dies verdeutlicht, wie wichtig es ist, eure Webseite auch regelmäßig für mobile Endgeräte anzupassen.

Wird eine mobile Webseite durchgehend optimiert, dann besuchen Nutzer eure Seite gerne erneut. Zusätzlich verbessert sich das Ranking bei Google, Yahoo oder anderen Suchmaschinen. Somit die Wahrscheinlichkeit gesteigert, dass eure Webseite organisch (also ohne Budget) gefunden wird.


4. Erstellt und pflegt eure Karriereseite

Mithilfe einer Karriereseite, lassen sich detaillierte und informative Einblicke in euer Unternehmen geben. Hier haben eure Unternehmenskultur, die EVP’s, aber auch potenzielle Entwicklungsmöglichkeiten den richtigen Platz und werden auch gefunden. 

Macht es dem Nutzer so einfach wie möglich und erspart ihm unnötig lange und komplizierte Bewerbungsprozesse. Gebt authentischen Insights in das Unternehmen, indem ihr Mitarbeiter zu Wort kommen lasst. Hier erfahrt ihr, wie man eine erfolgreiche Karriereseite aufbaut.


5. Kununu, dein Freund, der die Wahrheit sagt

Einen echten Freund erkennt man daran, dass er einem seine Meinung sagt – offen und ehrlich. Ein solcher Freund ist Kununu, einer von mehreren Arbeitgeberbewertungspotalen. Hier können aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter euer Unternehmen bewerten und glaubt mir, sie scheuen nicht davor, ihren Emotionen freien Lauf zu lassen. Ob positiv oder negativ spielt dabei keine Rolle.

Habt keine Angst davor, bewertet zu werden. Im Gegenteil. Animiert sogar eure Mitarbeiter euch zu bewerten und lest euch jede einzelne Bewertung durch. Nehmt sie Ernst und lernt aus ihr, denn nur so habt ihr die Möglichkeit, an der Kritik zu arbeiten.


6. SBM – dein neuer Fetisch?

SBM steht für systematisches Brand-Monitoring. Es ist ratsam, genau im Auge zu behalten, wann und wo über euer Unternehmen gesprochen wird. Hierfür gibt es spezielle Tools, wie Talkwalker oder KnowEm. Hier kannst du Benachrichtigungen über Markennennungen einstellen.

Nur mit einer aktiven Markenüberwachung kann man auf negative Kommentare eingehen, also sich proaktiv mit der Kritik der Zielgruppe auseinandersetzen, passende Kommentare verfassen und dem Nutzer auf Augenhöhe begegnen. Im Falle eines Shitstorms oder einer im Krisenfall unvorteilhaft platzierten Werbung könnt ihr schnell reagieren und Schlimmeres verhindern. Ganz nebenbei kann man so auch Reaktionen über Mitbewerber überwachen.


Unser Fazit

Um erfolgreiches Reputationsmanagement zu betreiben, ist es für euer Unternehmen wichtig, die Entwicklung der digitalen Welt aufzugreifen und in eure Strategie zu integrieren. Ihr solltet also aufmerksam darauf achten, wie ihr euch im digitalen Dschungel präsentiert und wie über eure Marke gesprochen wird.

Die Zielgruppe zählt zu den wichtigsten Faktoren eines Unternehmens. Also nehmt sie mit. Oder noch besser. Lasst euch von ihr mitnehmen und erreicht diese an den richtigen Orten mit dem richtigen Content. Ihr könnt euer Unternehmen unter anderem durch professionell erstellte Videos oder eine attraktive Karriereseite sexy darstellen und dem Besucher so einen exklusiven Einblick in euer Unternehmen, samt Philosophie und Kultur, geben.So beweist ihr, dass ihr als unternehmerische Spezies fortlaufend in der Lage seid, euch anzupassen. 

Schaut ihr der Digitalisierung bereits mit reumütigem Blick hinterher oder benötigt ihr einen Tourguide? Wir sind nur einen Klick entfernt.

Mehr zu #Marketing