Keine Zeit für Social Distance
Wie du während der Corona-Pandemie dein Reputationsmanagement in die Hand nimmst, online wie offline

31.03.2020
Lesezeit ~ 12 Minuten

Die Verbreitung des Coronavirus-SARS-CoV-2 hat der Welt Stubenarrest erteilt. Das zeichnet sich auch in den Sozialen Medien ab. Da jeder gerade überdurchschnittlich viel Zeit Online verbringt, ist es gerade noch wichtiger als sonst regelmäßig zu überprüfen, welche Informationen im Netz über das eigene Unternehmen kursieren. Aber wie schützt man seine Reputation vor Falschmeldungen im Netz? Wie sollte ich mich überhaupt in Krisenzeiten auf Social Media verhalten?

Wir zeigen dir, wie du soziale Medien einsetzen kannst, um die Krise zu bewältigen und um Reputationsschäden zu umgehen. Wir gehen außerdem der Frage auf den Grund, welche Beitrag du auch offline leisten kannst, um gemeinsam mit anderen Unternehmen, deinen Kunden und der Gesellschaft diesen radikalen Umbruch zu überstehen.

Auf Social Media begegnest du allen relevanten Stakeholdern

Reputationsmanagement dient dazu, bestehende Beziehungen zwischen deinem Unternehmen und deinen Stakeholdern zu stabilisieren. Soziale Netzwerke helfen gerade in Krisenzeiten dabei, Informationen schnell, einfach und direkt zu verbreiten. Gelingt es dir, deine Stakeholder immer auf den aktuellen Stand zu bringen,  reduzierst du ihre Sorgen und Ängste. Indem du Sachverhalte klar, offen und transparent schilderst, beugst du Panik und Verwirrung vor. 

Zum Beispiel kannst du im Falle eines Coronavirus-Verdachts im eigenen Unternehmen proaktiv einen Post fürs Intranet vorbereiten und einer Panikmache durch Flurfunk innerhalb der Belegschaft zuvorkommen. Wir empfehlen solche Postings vorzubereiten, um in einer Notsituation schneller reagieren zu können. Die einzelnen Funktionen der sozialen Netzwerke kannst du auch nutzen, um mit deinen Kundinnen und Kunden in Kontakt zu bleiben. Durch eine Instagram-Story kannst du beispielsweise ihre Fragen und Sorgen sammeln und beantworten. Auch freuen sich alle deine Nutzerinnen und Nutzer über Help-Content, welcher zum Beispiel Tipps zum Verhalten im Home-Office gibt.

Versorge deine Community nicht nur mit sachlichem Content, sondern auch mit lustigen Inhalten um in diesen angespannten Zeiten die Stimmung etwas aufzulockern. Humor ist schließlich die beste Medizin. Mit bestem Beispiel voran ging diese vietnamesische Tik Tok Performance, die zeigt wie gründliches Händewaschen funktioniert.

Wie jetzt – noch ein Posting zum Hamsterkauf?

Das machst du gegen Fake-News

“Die Verbreitung falscher Nachrichten und von Fehlinformationen nährte die Panik der Menschen und erzeugte eine Art „Medien-Terrorismus.” (Zitat!)

Die enorme Geschwindigkeit, mit der sich Informationen über soziale Medien verbreiten, bringt auch Risiken mit sich. Falschinformationen können im digitalen Raum schnell und unkontrolliert viral gehen und im schlimmsten Fall deine Stakeholder verunsichern und der Reputation deines Unternehmens schaden. 

Social-Media-Monitoring unterstützt dein Unternehmen, die Informationsflut des World Wide Web zu kontrollieren. Durch das Überwachen selbst festgelegter Keywords bekommst du einen permanenten Überblick darüber, ob falsche Informationen oder Gerüchte über dein Unternehmen verbreitet werden. Durch die Analyse in Echtzeit kannst du Gegenmaßnahmen rechtzeitig einleiten um einer Eskalation oder Rufschädigung vorzubeugen. Für Social Media Monitoring eignen sich spezielle Tools wie beispielsweise Hootsuite oder Buzzmapper. Wenn du Unterstützung bei deinem Social-Media-Management benötigst, wende dich auch gerne an uns.

Jetzt haben wir dir einige Tricks vorgestellt, um auf negative Entwicklungen zu reagieren. Du musst aber nicht passiv vor deinen Firmenaccounts Candycrush zocken, bis etwas passiert. Hast du Lust proaktiv zu werden und der misslichen Gesamtsituation einen positiven Beitrag zu verpassen?

Starte Hilfsaktionen, die zu deinem Unternehmen passen

Um die öffentliche Wahrnehmung positiv zu beeinflussen, können sogenannte Reputationstreiber genutzt werden. Dies sind besondere Eigenschaften und Kompetenzen deines Unternehmens. Das kann zum Beispiel eine Hilfsaktion sein, mit der dein Unternehmen die Gunst der Stunde nutzt um die Gesamtsituation für dein Umfeld zu verbessern. Unterstütze NGOs oder helfe deinen Nachbarn oder Partnerunternehmen, indem ihr eure Kompetenzen für einen guten Zweck vereint.

Lass dich durch andere Unternehmen inspirieren, die mit gutem Beispiel vorangegangen sind

Der Anbieter Vodafone reagiert auf den Corona-Virus mit einer Aktion, bei der Schulen, Universitäten, und Unternehmen das Messenger-Programm Microsoft Teams inklusive Office 365 für sechs Monate kostenfrei bereitgestellt wird. Für Polizei, Feuerwehr und Pflegekräfte stellt der Mobilfunkanbieter bis mindestens September 2020 einen gesondert gesicherten Messenger zur freien Verfügung. 

Jetzt ist die Chance, um durch besondere Angebote die sich der aktuellen Situation anpassen bei deinen Kunden positiv aufzufallen und Neukunden zu gewinnen. Diese Angebote sollten idealerweise Bezug zur aktuellen Situation nehmen. Da viele Menschen ihre sozialen Kontakte derzeit gezwungenermaßen stark eingeschränkt haben und Fernsehen eine naheliegende Alternative ist, wirbt Sky in den kommenden Wochen mit zusätzlichen Angeboten. 

Was kann dein Unternehmen tun, um die Gesellschaft jetzt zu unterstützen? Eröffne einen Dialog. Sprich offen mit deinem Team über deine Gedanken, als Unternehmen tätig zu werden. Vielleicht zeigt sich unter deinen Mitarbeitern die Bereitschaft sich zu engagieren, vielleicht ergibt sich auch die Gelegenheit ein bestehendes Engagement deiner Mitarbeiter zu unterstützen. Es gibt viele Möglichkeiten. Wie wäre es mit einer Hilfsaktion, bei der ihr Lieferfahrten für alte Leute tätigt? Eure Solidarität in der Öffentlichkeit färbt auf die Wahrnehmung eurer Marke ab und unterstützt diejenigen, die von der Gefahr durch das Virus am härtesten betroffen sind.

Gemeinsam schaffen wir das.

Besondere Zeiten erfordern besondere Lösungen

In einer Situation wie der Corona-Krise stehen die Chancen gut, dass sich Unternehmen in der gleichen Branche in einer ähnlichen Situation befinden. Beobachte, wie sowohl deine Branchenpartner als auch branchenfremde Unternehmen in diesen Krisenzeiten agieren. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit um sich gegenseitig zu helfen? Tauscht Informationen aus und arbeitet gemeinsam an einer Schadensbegrenzung.

So haben sich beispielsweise McDonald’s & ALDI zu einer ungewöhnlichen Personalpartnerschaft zusammengeschlossen. Während ALDI mit steigenden Kundenzahlen und fehlendem Personal kämpft, bleiben McDonald’s die Kunden aus. Anstatt dass McDonald’s seine Mitarbeiter nun nach Hause schicken muss, arbeiten diese nun bei ALDI. Bedenke: Gerade wie ein Unternehmen zu diesem Zeitpunkt handelt und mit seinen Mitarbeitern umgeht, wirkt sich langfristig auf seine Außenwirkung am Markt aus.

“Jeder Einzelne ist in Deutschland aktuell aufgefordert, seinen Teil zur Bewältigung der Krise beizutragen. Mit dieser Lösung schaffen wir das und bieten gleichzeitig eine klassische Win-win-Situation: Unsere Mitarbeiter können – wenn sie das wollen – weiter beschäftigt werden.” (Holder Beek, Vorstandsvorsitzender Mc Donald’s Deutschland)

Wir sind neugierig, wie du sowohl deinen Mitarbeitern und Kunden als auch weiteren Unternehmen während der Corona-Krise beistehst. Sprech uns gerne an oder schreib uns auf LinkedIn!


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