HR unter Quarantäne
Wie du aus deinem Employer Branding in Krisen-Zeiten das Beste machst

24.03.2020
Lesezeit ~ 12 Minuten

Die aktuelle Gesundheitskrise durch die Ausbreitung des Coronavirus hat Folgen für die gesamte Weltwirtschaft und für den Arbeitsmarkt. In Deutschland sind immer mehr Arbeitgeber dazu gezwungen, aufgrund der Einschränkungen im Reiseverkehr Bewerbungsgespräche und Geschäftsreisen abzusagen. Als Maßnahme zur Eindämmung des Virus haben viele Unternehmen die Home-Office-Pflicht bereits eingeführt.

Welche Herausforderungen ergeben sich für das Employer Branding aus den Auswirkungen des Coronavirus? Wir geben euch konkrete Lösungsansätze um diese zu meistern. Lass uns dir in diesen schwierigen Zeiten Mut machen und erfahre, wie deine Recruitingprozesse nicht einschlafen und du die Motivation in deinem Team auch im Home-Office beibehälst!

Wir starten mit dem Offensichtlichen: Führe Recruitingprozesse zunächst digital fort

Wie vermeide ich es, den gesamten Bewerbungsprozess zu stoppen? Wenn das klassische Gespräch im Unternehmen aufgrund der aktuellen Krisensituation nicht stattfinden kann, wie kann ich in Kontakt bleiben?

Ein Videocall eignet sich als sinnvolle Alternative. Skype ermöglicht neben der Chat- und Videotelefonie-Funktion auch die Bildschirmübertragung, sodass während des Gespräches wichtige Unterlagen geteilt werden können. Auch Gruppen-Videoanrufe bieten sich an, falls sich der Personalverantwortliche und die Person der Fachabteilung sich beide aufgrund von Home-Office Maßnahmen nicht am selben Ort befinden.  Google-Hangouts lassen Konferenzen bis zu 10 Teilnehmern zu. Du solltest sicherstellen, dass der Bewerber über ein Google-Konto verfügt.

Wenn du zusätzlich die Leistungsmotivation deines Bewerbers testen möchtest, bieten sich “Online-Assessments” an. Teste mit diesem Verfahren beispielsweise Fremdsprachenkenntnisse, Fachwissen und technisches Verständnis oder fordere deinen Kandidaten schon jetzt mit einer herausfordernden Aufgabe. 

Warum jetzt ein idealer Zeitpunkt ist um akut und strategisch neue Talente zu gewinnen

Durch die Corona-Krise sind momentan viele Arbeitnehmer ans Home-Office gebunden und können auch ihren üblichen Freizeitaktivitäten nicht wie sonst nachgehen. Ob sie wollen oder nicht- Sie verbringen nun die nächsten Monate überwiegend in den eigenen vier Wänden. Mitarbeiter mit festen Job, die unzufrieden in ihrem Arbeitsplatz sind, waren bisher vielleicht auch nicht aktiv auf der Suche. Die Veränderung in dieser Ausnahmesituationen bietet neue Perspektiven und regt an über einen Wechsel nachzudenken. Da außerdem Internetnutzung und Online-Präsenz deutlich zunehmen, wird deine Zielgruppe erreichbarer für Online Werbemaßnahmen.

Dies ist ein idealer Zeitpunkt, deine Grundlage für neue Rekruitingmaßnahmen zu legen um Talente strategisch abzugreifen. Feile an unternehmensstrategischen Maßnahmen. Das sind beispielsweise Benefits für Arbeitnehmer, um sich als Arbeitgeber von den anderen Wettbewerbern abzuheben. Auch wenn du akut neue Mitarbeiter benötigst, betrachte diese schwierige Phase als Chance, um deine Außenwirkung kritisch wahrzunehmen und dich langfristig als Arbeitgeber strategisch zu positionieren. Wenn du für eine wirksame Employer Branding Kampagne Unterstützung benötigst, spreche uns gerne an.

Betrachte Home-Office als Instrument der modernen Personal- und Führungsarbeit

Auch intern ist es von Bedeutung, in diesen Krisenzeiten die Arbeitsmotivation und das Gemeinschaftsgefühl für dein Team hochzuhalten. Dies ist eine Chance neu zu denken: Erachte Arbeitsortflexibilisierung als Instrument der modernen Personal- und Führungsarbeit und nicht als Kriseninstrument. Durch Home-Office senkt sich für viele Arbeitnehmer ihr tägliches Stresslevel durch den morgendlichen Stau oder die Anreise in der vollen Bahn. Auch Vorteile, wie die häufig fokussiertere und schnellere Abarbeitung von Aufgaben sind seit den letzten Jahren bekannt. Ohnehin befinden wir uns in den meisten Branchen in einem Wandel von einer Arbeitsweise, bei der die Anwesenheit im Vordergrund steht und durch Lochkarten überprüft wird, hin zu einem ergebnisorientierten Arbeiten. 

Couch-Potato im Home-Office? Das passiert schnell ohne klare Routine.

Home-Office ist dennoch kein Modell, welches sich für jeden eignet. Lege daher klare Regeln bezüglich der Arbeitszeit fest, um eine Struktur zu schaffen, auch um deine Mitarbeiter vor zu viel Arbeit zu schützen. Schließlich bringt Home-Office die Herausforderung mit sich, dass die Grenze zwischen Berufsleben und Privatleben schnell verschwindet. Die zeitliche Struktur ist ein wichtiges Element ortsunabhängiger Arbeit. Für eine höhere Genauigkeit und Transparenz eignen sich Timetracking-Apps wie beispielsweise Hubstaff oder Toggle.

Auch bei der virtuelle Form der Zusammenarbeit gibt es Möglichkeiten, deinen Mitarbeitern Wertschätzung zu zeigen. Schonmal eine Lovebox an deine Teams nach Hause gesendet? Das geht total easy. Über ein paar Snacks, Kerzen, Hand Sanitizer und vielleicht sogar einer kleine Notiz freut sich jeder. Virtuelle Zusammenarbeit schafft auch die Möglichkeit neue Routinen zu entwickeln: Wie wäre es jeden Call mit einem Energie Check und einem Yoga Stretch zu beginnen? Was hälst du von der Idee einer virtuellen gemeinsamen Mittagspause, bei der jeder Kaffee aus seiner Lieblingstasse trinkt?

Vielleicht freuen sich deine Kollegen zu Ostern über eine Lovebox?

Sichere deine Produktivität und die Kommunikation im Team durch die Anpassung geeigneter Technologien und Tools

Mit Covid-19 ist spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen, seine technische Ausrüstung asap zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen, um Unterbrechungen im Alltagsgeschäft zu minimieren. Technische Zugänge, beispielsweise VPNs aber auch die entsprechende Infrastruktur der Server für dezentrales Arbeiten werden gezwungenermaßen einem Belastungstest unterzogen und können durch wenige Maßnahmen ausgebessert werden.

Die größte Gefahr in der Zusammenarbeit in virtuellen Teams ist es, dass in der Kommunikation durch E-Mails und Chatnachrichten der Einfluss von Emotionen und Stimme verloren geht. Da ein Kopfschütteln, dass man im Büro gesehen hätte, nicht mehr sichtbar ist, gewinnt eine transparente Kommunikation und das klären von Missverständnissen noch einmal einen anderen Stellenwert. Bilde daher alle Teile der Interaktion digital ab, wenn du noch nicht länger mit flexiblen Arbeitsplatz-Modellen arbeitest. Für Video-Calls bieten sich neben den bereits erwähnten Google Hangouts und Skype auch Slack-Video oder Zoom an. Stelle dich darauf ein, Tools auch mal flexibel zu kombinieren: Wenn die Verbindung in einer Videokonferenz zu schwach ist und das Teilen des Bildschirms nicht funktioniert, bilde die Tonspur zur Entlastung zusätzlich über das Telefon ab.

Wir sehen Die Corona-Krise als Katalysator für die Digitalisierung der Arbeitswelt und freuen uns über viel Potential fürs Employer Branding

Viele von uns glauben immer noch, dass es die einzig richtige Form der Zusammenarbeit ist, in einem Raum zu sein. Mit dem steigenden Druck auf unserem Planeten und den Auswirkungen des Klimawandels ist es aber wenig realistisch und verantwortungsbewusst, ständig durch die Welt zu fliegen. Viele Unternehmen hatten bereits die Intention, verstärkt virtuell zusammen zuarbeiten, aber haben dieses Versprechen noch nicht in der Realität umgesetzt. Durch Corona wird aus dem “Vielleicht irgendwann mal” ein “Jetzt Sofort.”

So bedrohlich das Ereignis auch ist, die Corona-Krise zeigt, dass es möglich ist, von unserem eigenen Wohnzimmer effektiv virtuell zusammenzuarbeiten und Ideen auszutauschen. Auch wenn man sich nicht physisch im selben Raum befindet, kann mit der richtigen Einstellung und etwas Kreativität der Zusammenhalt und die Motivation im Team gefördert werden.

Lass uns diese uneingeladene Chance nutzen, um nicht nur neue Potentiale für unsere Arbeitswelt aufzudecken, sondern auch durch die richtige Employer Branding Kampagne geeignete Talente für dein Unternehmen zu finden. Sprech uns an oder schreib uns auf LinkedIn!


 



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