Erfolgreiche Karriereseiten: Wie Arbeitgeber mit authentischen Inhalten überzeugen
Lernen Sie, Ihre Karriereseite authentisch zu gestalten, damit Ihre Kandidaten von Ihnen als Arbeitgeber überzeugt werden und sie als Mitarbeiter gewinnen.

Wir pflegen unseren Social Media Auftritt und schalten Stellenanzeigen – wofür also die Karriereseite pflegen und attraktiv gestalten?

Dieser Irrglaube, die Karriereseite wäre nicht so wichtig, ist leider weit verbreitet. Schauen wir uns doch einmal die Candidate Journey an, immerhin reden wir doch von verschiedenen Berührungspunkten entlang der Candidate Journey, damit sich auch genau der richtige Kandidat bewirbt. Professionals brauchen doch mehrere Berührungspunkte oder etwa nicht? Ja!

Jedoch auch Berufseinsteiger und Auszubildende nutzen dieses Medium als ausschlaggebenden Faktor in der Wahl des neuen Arbeitgebers. An jedem “Ende” der ersten Informationsphase wird anschließend die Bewerbungsphase folgen (mehr dazu in unserem Blog zum Thema Candidate Journey) und diese geschieht nun mal auf der Karriereseite – wir kennen das vom Shoppen, der letzte Eindruck bleibt hängen.

Eure Karriereseite ist das Aushängeschild eures Unternehmens, auf der ihr eine komplette Erlebniswelt für die Talente schaffen könnt.

Der Recruitingprozess findet heute hauptsächlich online statt, wodurch zugleich auch der Kampf in den Online Medien immens zunimmt. Auf eurer Karriereseite habt ihr die Möglichkeit euch voll und ganz auf eure Kandidaten zu konzentrieren, ohne dass ihr neben den Mitbewerbern gelistet werdet. 

Die Inhalte, der Aufbau und die Funktionsfähigkeit sind die wichtigsten Kernthemen, um eine perfekte Candidate Experience zu gestalten. 


So holt ihr das Beste aus eurer Karriereseite heraus

  1. Kultur und EVP’s
  2. Authentische Inhalte und echte Einblicke
  3. User Experience und technische Voraussetzungen
  4. Interaktionsmöglichkeiten

Um die Candidate Experience und die Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber in eurer Zielgruppe auf die nächste Stufe zu bringen, gilt es die o. g. Punkte zu beachten. Wie dieses im Detail aussieht, erklären wir im Folgenden:


1. Kultur und EVP’s

Noch vor einigen Jahren konnten die Unternehmen sich die Mitarbeiter aussuchen und hatten nicht annähernde Probleme wie heute, wenn es um die Besetzung von offenen Vakanzen geht. 

Mittlerweile sind die Kandidaten in der attraktiven Lage, sich den Arbeitgeber in der Regel aussuchen zu können. Dieses geschieht anhand von verschiedenen Kriterien, nachdem Kandidaten den womöglich zukünftigen Arbeitgeber bewerten.

In diesem Zusammenhang gibt es auf Unternehmensseite den Begriff der Employer Value Proposition, welchem eine immer größere Wichtigkeit zugesprochen wird. Eine Employer Value Proposition, kurz EVP genannt, beschreibt eine Anhäufung von Angeboten, welche ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern bietet, um das Interesse und den Wunsch einer Bewerbung zu wecken. 

Hierbei handelt es sich nicht um eine Aufzählung zahlreicher Benefits, sondern um die Einbeziehung mehrerer Kriterien, um den Entscheidungsprozess bei den Kandidaten zu beeinflussen. 

Dazu zählen unter anderem Weiterentwicklungsmöglichkeiten, Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten oder das vorherrschende Umfeld im Unternehmen selbst. 

Wenn ihr im heutigen Kampf bestehen möchtet, solltet ihr euch über eure Unternehmenswerte- und kultur im Klaren sein. 

Natürlich habt ihr eine Unternehmenskultur und lebt diese auch jeden Tag, oftmals fehlt jedoch die Definition dieser Kultur und die Kommunikation nach außen.

Nutzt daher diese Möglichkeit den Kandidaten erste Einblicke in das zu erwartende Unternehmensumfeld zu geben und authentische Inhalte zu vermitteln. Nicht nur der Kandidat bewirbt sich, auch ihr müsst euch von eurer besten Seite präsentieren.


2. Authentische Inhalte und echte Einblicke

Bei dem Versuch, sich bestmöglich darzustellen und die “vermeintlich” richtigen Inhalte für die Zielgruppe zur Verfügung zu stellen, verfällt man oft in die Aneinanderreihung von Floskeln und Buzzwords. 

Das klingt vielleicht im ersten Moment ganz toll, bietet aber dem Kandidaten leider keinerlei Einblicke und nicht die Informationen, nach denen gesucht wird. Zuallererst gilt es die tollen Buzzwords konkret zu beschreiben – was genau steckt hinter “vielfältigen Benefits”? – und sich auch darüber bewusst zu werden, ob mit diesen Buzzwords die richtigen Inhalte transportiert werden. 

Wir empfehlen daher ganz klar: Setzt euch zuerst mit eurer Zielgruppe auseinander und trennt die Karriereseite sogar in verschiedene Zielgruppen. Immerhin ist dem ITler egal, ob der Vertrieb einen Firmenwagen bekommt. 

Ihr seid auf der Suche nach Profis und diese wechseln aufgrund einer spannenden Herausforderung und eben nur dann, wenn der Prozess einfach ist und die richtigen Informationen an der richtigen Stelle geliefert werden. 

Durch verschiedene Bereiche könnt ihr authentische Inhalte vermitteln, das Team aufzeigen und Projekteinblicke geben, welche einen erlebbaren Einblick in den echten Arbeitsalltag geben. 

Ein echter Einblick ist doch genau das, was wir uns bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber wünschen.


3. User Experience und technische Voraussetzungen

Nachdem ihr die Kandidaten mit den für sie relevanten Inhalten von eurem Unternehmen überzeugen konntet, befindet sich der Kandidat dabei ein Bewerber zu werden.
Ihr habt es somit fast geschafft!

Eigentlich kann jetzt nichts mehr passieren, oder doch? 

In puncto User Experience kann leider sehr viel passieren, denn zum einen sollten die nächsten Schritte im Bewerbungsverlauf auf der Karriereseite abgebildet und zum anderen auch die Systeme im weiteren Verlauf einfach zu bedienen sein. 

Konkret bedeutet das auch hier: Macht es den Bewerbern so einfach wie möglich! 


Ist es wirklich notwendig, ein Anschreiben hochzuladen oder die Anhänge nochmals innerhalb des Bewerbermanagementsystems mehrfach zuzuordnen? Der ein oder andere bekommt sicher schon Gänsehaut, wenn man an das Bewerbermanagementsystem eines großen Anbieters mit drei Buchstaben denkt. 

Immerhin, ihr habt den Kandidaten doch schon fast – verliert ihn also nicht aufgrund des komplizierten Bewerbungsprozesses. 

Eine spannende Cloud Lösung, über die wir gestolpert sind, bietet der Anbieter OrgOs GmbH. OrgOs gibt Unternehmen und Mitarbeitern gleichzeitig die Möglichkeit vom Urlaub, bis zur Stammdatenpflege alles in einem System zu erfassen und sich selbstverständlich einfach und simpel zu bewerben.


4. Interaktionsmöglichkeiten

Ihr habt euch viel Mühe gegeben, die richtigen Informationen für die Interessenten und Bewerber zur Verfügung zu stellen und doch habt ihr das Gefühl, ihr müsstet näher an den Kandidaten dran sein?

Achtet darauf, dass ihr sowohl mit Interessenten interagieren müsst, die noch vor der Entscheidung stehen, als auch mit Bewerbern während des Prozesses.

Neben euren Kontaktdaten oder denen von dem HR Team solltet ihr euch mit weiteren Möglichkeiten auseinandersetzen. 

Stellt euch vor ihr seid gerade nicht am Platz und der Interessent erreicht euch nicht. Dieses wird letztendlich dazu führen, dass euch eine Vielzahl an Kandidaten abspringen werden. Warum das so ist? Explizit passiv suchende Kandidaten sind nicht in der Not, sich einen neuen Job suchen zu müssen. Diese agieren aus der Emotion heraus, dass ihr eine neue spannende Herausforderung sein könnt. Gebt diesen Kandidaten also die Möglichkeit, euch nicht hinterherlaufen zu müssen.


Folgende Optionen würden sich zudem anbieten:

  • Zugang zu einem Kalender (z. B. über Calendly), sodass man sich pro aktiv einen festen, für beide Seiten passenden Termin für Rückfragen aussuchen kann.
  • Bietet über ein Online Formular einen Rückrufservice für eure Interessenten zu deren Wunschzeit an.
  • Nutzt Chatbots, welche Fragen von Bewerbern direkt beantworten können.
  • Eine Alternative zu Chatbots wäre ein Live Chat mit der HR-Abteilung, sodass eine zügige Rückmeldung während der Geschäftszeiten sichergestellt werden kann.

Welche der Möglichkeiten nutzt ihr bereits aktuell in eurem Unternehmen? Habt ihr vielleicht schon mit anderen Möglichkeiten Erfahrungen gemacht? Kontaktiert uns gerne.

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